Gartenarbeit im Frühling: Die wichtigsten Bodenvorbereitungen
Der erste warme Märztag treibt alle in den Garten. Genau dann ist der Boden aber oft noch zu nass, und jeder Schritt darauf verdichtet ihn mehr, als eine ganze Saison Kompost wieder gutmachen kann. Die erste Frühlingsarbeit besteht deshalb im Warten.
Wann der Boden bereit ist
Der Test dauert zehn Sekunden. Nimm eine Handvoll Erde und drücke sie zusammen. Bleibt ein nasser, glänzender Klumpen, ist es zu früh. Zerfällt der Ballen bei leichtem Druck in Krümel, kannst du anfangen. Auf schwerem Lehm ist das oft zwei bis drei Wochen später als auf Sand.
Auch die Bodentemperatur zählt. Viele Aussaaten keimen erst ab acht bis zehn Grad; darunter liegt das Saatgut nur herum und fäult. Ein einfaches Bodenthermometer beantwortet die Frage besser als der Kalender, denn zwischen Südhang und Nordseite liegen leicht zwei Wochen.
Die Reihenfolge
Zuerst wird abgeräumt, was den Winter über lag: die Reste der Gründüngung, die Mulchdecke, abgestorbenes Kraut. Die Mulchdecke kommt zur Seite, damit sich der Boden erwärmen kann, und nach dem Pflanzen wieder zurück. Gründüngungsreste werden flach eingearbeitet, nicht untergegraben.
Dann wird gelockert – mit der Grabegabel, senkrecht einstechen, kippen, herausziehen. Kein Wenden, keine Fräse. Anschließend kommt die Kompostgabe von drei bis fünf Litern je Quadratmeter oben drauf und wird eingeharkt. Zwei bis vier Wochen später kann gepflanzt werden.
Was noch ansteht
Der Frühling ist auch der Moment für alles, was einmal im Jahr fällig ist: Hochbeete nachfüllen, weil die Füllung über den Winter gesackt ist; Kübel und Balkonkästen mit frischem Substrat ausstatten; Stauden zurückschneiden, sobald keine Dauerfröste mehr kommen.
Und dann der Punkt, an dem sich Geduld auszahlt: Nicht alles auf einmal bepflanzen. Wer im April das ganze Beet füllt, hat im Juni eine einzige große Ernte und danach Lücken. Zwei bis drei Wochen Abstand zwischen den Sätzen bei Salat, Radieschen und Bohnen verteilt die Ernte über Monate.
Die Frühjahrsliste
- Handprobe machen: zerfällt der Ballen in Krümel, ist der Boden bereit.
- Mulchdecke abnehmen, damit sich der Boden erwärmt, später wieder auflegen.
- Gründüngungsreste flach einarbeiten, nicht untergraben.
- Mit der Grabegabel lockern, ohne die Schichten zu wenden.
- Drei bis fünf Liter Komposterde je Quadratmeter einharken, dann zwei Wochen ruhen lassen.
- In Sätzen säen, alle zwei bis drei Wochen – das verteilt die Ernte über den Sommer.
