Die besten Pflanzen für schattige Standorte
Schattige Ecken gelten als Problemzonen, sind aber der ergiebigste Teil vieler Gärten – wenn man sie als das behandelt, was sie sind: ein Waldrand. Dort wächst nicht weniger, sondern anderes, und meist mit deutlich weniger Pflege.
Welcher Schatten es ist
Halbschatten bedeutet drei bis fünf Stunden direkte Sonne, meist morgens oder am späten Nachmittag. Dort wächst fast alles, was auch im Sonnenbeet gedeiht, nur etwas langsamer. Vollschatten heißt dauerhaft kein direktes Licht, aber Helligkeit – etwa an einer Nordwand. Auch das ist ein guter Standort.
Der wirklich schwierige Fall ist der trockene Schatten unter großen Bäumen. Dort fehlt nicht nur Licht, sondern vor allem Wasser: Die Baumwurzeln nehmen alles auf, bevor es tiefer gelangt, und die Krone fängt leichten Regen komplett ab. Wurzeldruck ist hier das größere Problem als der Lichtmangel.
Die Auswahl
Für frischen Schatten: Funkie, Astilbe, Tränendes Herz, Waldgeißbart, Silberkerze, Wald-Storchschnabel, Elfenblume, Farne in großer Auswahl. Sie bilden dichte Bestände, unterdrücken Beikraut und brauchen nach dem Einwachsen wenig Aufmerksamkeit.
Für trockenen Schatten unter Bäumen: Elfenblume, Balkan-Storchschnabel, Wald-Segge, Immergrün, Haselwurz, Salomonssiegel. Sie kommen mit dem Wurzeldruck zurecht. Beim Gemüse vertragen Salat, Spinat, Mangold, Radieschen und Schnittlauch Halbschatten gut – im Hochsommer schießen sie dort sogar später als in der prallen Sonne.
Boden vorbereiten
Schattenpflanzen stammen überwiegend aus Wäldern und wollen genau das nachgebaut haben: humose, gleichmäßig feuchte Erde mit einer Laubschicht darauf. Reife Komposterde und Laubmulch sind hier wichtiger als Dünger.
Unter Bäumen wird beim Pflanzen nicht gegraben, sondern nur ein Loch zwischen den Wurzeln ausgehoben. Größere Wurzeln bleiben unversehrt, sonst leidet der Baum. Sinnvoll ist es, in kleinen Gruppen zu pflanzen und die ersten beiden Jahre zu gießen – danach hält sich die Pflanzung selbst.
Für den Schatten geeignet
- Frischer Schatten: Funkie, Astilbe, Waldgeißbart, Elfenblume, Farne.
- Trockener Schatten: Balkan-Storchschnabel, Wald-Segge, Immergrün, Salomonssiegel.
- Gemüse im Halbschatten: Salat, Spinat, Mangold, Radieschen, Schnittlauch.
- Laubmulch statt Dünger – Schattenpflanzen wollen Waldbodenverhältnisse.
- Unter Bäumen nur Pflanzlöcher zwischen den Wurzeln ausheben, nicht flächig graben.
- Die ersten zwei Jahre gießen – danach trägt sich eine Schattenpflanzung selbst.
